Lärmschutz

Lärmschutz am Arbeitsplatz

Der Lärmschutz für Arbeitnehmer ist gesetzlich geregelt, um Beschäftigte vor unnötigen Belastungen zu schützen. Diese rechtlichen Regelungen finden Sie einerseits in der Arbeitsstättenverordnung und andererseits in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung

Ziel ist stets die Lärmbeseitigung und somit das Wohlergehen des Arbeitnehmers zu fördern und zur Vermeidung von Langzeitschäden beizutragen. Zu diesen Schäden zählen körperliche, seelische sowie materielle Schäden, wie beispielsweise:

 

  • seelischer und/oder körperlicher Stress
  • Lärmschwerhörigkeit/Schalltrauma
  • Schädigungen des Immunsystems
  • Schädigungen am Herz-Kreislauf-System
  • Konzentrationsprobleme
  • Zwangshaltung während der Arbeit (um Lärm zu entgehen)

 

 

Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung

Diese Verordnung stellt in Deutschland den Schutz der Arbeitnehmer vor Gefährdung durch Lärm und Vibrationen sicher. Das Ziel dieses Schutzes ist stets die Sicherung der Gesundheit der Betroffenen. Hierzu dienen Grundvorschriften und Richtwerte am Arbeitsplatz, die nicht verletzt werden dürfen.

Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung gilt für viele Branchen, ausgenommen für Beschäftigte im Bergbau, auf Seeschiffen und eingeschränkt für die Bundeswehr. 

Arbeitsstättenverordnung

Dies Arbeitsstättenverordnung gilt für alle Arbeitsplätze, die sich in einem Gewerbebetrieb oder im Tagebau befinden. Im Anhang der Anforderungen an Arbeitsstätten nach § 3 Abs. 1 ist der Lärmschutz in 3.7 gesetzlich geregelt. Hier heißt es wortwörtlich:

"In Arbeitsstätten ist der Schalldruckpegel so niedrig zu halten, wie es nach der Art des Betriebes möglich ist. Der Schalldruckpegel am Arbeitsplatz in Arbeitsräumen ist in Abhängigkeit von der Nutzung und den zu verrichtenden Tätigkeiten so weit zu reduzieren, dass keine Beeinträchtigungen der Gesundheit der Beschäftigten entstehen."

Folgende Richtwerte gelten bei dieser Verordnung:

Lärm

Auslösewerte in Bezug auf die Tages-Lärmexpositionspegel und den Spitzenschalldruckpegel:

Obere Auslösewerte: LEX,8h = 85 dBA beziehungsweise LpC,peak = 137 dBC,

Untere Auslösewerte: LEX,8h= 80 dBA beziehungsweise LpC,peak = 135 dBC.

Vibrationen

Hand-Arm-Vibrationen:

Expositionsgrenzwert: A(8) = 5 m/s2

Auslösewert: A(8) = 2,5 m/s2.

Ganzkörper-Vibrationen:

Expositionsgrenzwert: A(8) = 1,15 m/s2 in X- und Y-Richtung und A(8) = 0,8 m/s2 in Z-Richtung

Auslösewert: A(8) = 0,5 m/s2.

Lärmschutz in der Arbeitsstättenverordnung

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